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Online-Bildung

Einsatz von Technologie zur Unterstützung der Bedürfnisse von Schülern

Lehrkräfte können ein Konzept namens “Tech-Equity” anwenden, um sicherzustellen, dass die von ihnen eingesetzte Technologie das Lernen für alle Schülerinnen und Schüler fördert.

Pädagogen mussten schon immer extrem flexibel sein und sich immer wieder neu erfinden, vielleicht nie so sehr wie in jüngster Zeit. Schüler und Lehrer verbinden sich digital auf eine Art und Weise, die man sich vorher nicht vorstellen konnte. Obwohl virtuelle Verbindungen während des gesamten Pandemieunterrichts eine wichtige Rolle gespielt haben, haben sie auch die größere digitale Kluft zwischen den Möglichkeiten und Leistungen der Schüler jenseits der vier Wände eines Klassenzimmers aufgezeigt.

Die rasche Umstellung auf Technologie bedeutet, dass jeder vom bloßen Konsumieren und Ausprobieren neuer Technologien zu einer wirklichen Anwendung und Nutzung digitaler Werkzeuge für den Lerntransfer übergehen muss. Pädagogen müssen verstehen, was technologische Chancengleichheit bedeutet – die Nutzung von Technologie zur Unterstützung der Bedürfnisse aller Schüler – und wie man die Unterrichtsgestaltung am besten durch einen kulturell angepassten Unterricht anwendet, um lernerzentrierte Modalitäten zu unterstützen.

TECHNOLOGIE ZUR FÖRDERUNG DER GLEICHBERECHTIGUNG

Die International Society for Technology in Education (ISTE) ist eine “Gemeinschaft globaler Pädagogen, die an die Macht der Technologie glauben, um Lehren und Lernen zu verändern”. Pädagogen können damit beginnen, Technologiegerechtigkeit zu begreifen, indem sie zunächst die ISTE-Standards für Pädagogen verstehen zum Beispiel “Leader Standard 2b: Advocating to meet the needs of all students with technology”. Der erste Schritt, um sich für unsere Schüler einzusetzen, ist die authentische Anwendung von UDL, Barrierefreiheit und Inklusion in unserem Design.

UNIVERSELLES DESIGN FÜR DAS LERNEN

CAST (Center for Applied Special Technology) hat das Universal Design for Learning (UDL) als Rahmenwerk zur “Verbesserung und Optimierung des Lehrens und Lernens für alle Menschen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse darüber, wie Menschen lernen” entwickelt.

Wenn wir die Grundsätze des UDL anwenden, gewährleisten wir einen inklusiven Lernansatz, weil wir den Schülern die Möglichkeit geben, auf der Grundlage ihrer Stärken Entscheidungen zu treffen. Wenn wir untersuchen, wie wir Technologie in UDL-Lehrpläne einbinden, können wir Komponenten identifizieren, die die Stärken aller SchülerInnen ergänzen und Ungleichheiten vermeiden.

ZUGÄNGLICHKEIT

Eine Möglichkeit, den Zugang zu erleichtern, besteht darin, zu prüfen, wie zugänglich digitale Werkzeuge für unsere Lernenden wirklich sind. Die Web Accessibility Initiative macht deutlich, dass die Bedürfnisse der Schüler online und persönlich unterschiedlich sind. “Wenn Websites und Webtools richtig gestaltet und kodiert sind, können auch Menschen mit Behinderungen sie nutzen. Derzeit werden jedoch viele Websites und Tools mit Zugänglichkeitsbarrieren entwickelt, die ihre Nutzung für manche Menschen schwierig oder unmöglich machen.”

Wir können auch ein Tool wie Grackle verwenden, um zu bewerten, wie zugänglich unsere digitalen Dokumente bereits sind (z. B. Zugang zu Bildern, Überschriften für Bildschirmleser). Die Berücksichtigung von Barrierefreiheit unter Berücksichtigung von UDL ist ein Schritt, um die Gleichberechtigung in der Technologie, die wir integrieren, sicherzustellen.

ANWENDUNG

Zu verstehen, wie Technologie den Bedarf an UDL-Implementierung, Zugänglichkeit und Inklusion erhöht, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer kurz- und langfristigen Bildungseinstellungen. Die folgenden Anwendungen können als Leitfaden dienen, um die Möglichkeiten unserer Lernenden zu verbessern:

  • Produktivitätsanwendungen ermöglichen es den Schülern, in Echtzeit zusammenzuarbeiten und in verschiedenen Modi zu produzieren (z. B. Google Slides, Google Forms, Jamboard, Sway).
  • Feedback- und Online-Diskussionsplattformen ermöglichen Unterhaltungen, die auf die Stärken der einzelnen Lernenden abgestimmt sind (z. B. Flipgrid, Padlet, Mote).
  • Die Voraufzeichnung ermutigt die Schüler, asynchron und in ihrem eigenen Tempo zu lernen (z. B. Edpuzzle, Loom, Pear Deck).
  • Gamification bietet den Schülern eine neue Möglichkeit, mit Inhalten zu interagieren und das Engagement zu erhöhen (z. B. Quizlet, digitale Escape Rooms, Choose Your Own Adventure, Choice Boards). 
  • Digitale Bibliotheken bieten Lesematerial in Text- und Audioform und mit zusätzlichen Tools, die den Zugang weiter verbessern (z. B. Epic, CommonLit, Newsela, StoryCorps).
  • Konvertierungstools, die allen Schülern helfen, sich erfolgreich zu fühlen (z. B. Chrome-Erweiterungen, Screenreader, Untertitel, Geschwindigkeitsanpassung bei YouTube, Transkriptionen, ausgedruckte HyperDocs).
  • Einbindung diverser Lehrpläne und Reflexion in alle digitalen Lernaktivitäten, um größere Zusammenhänge herzustellen (z. B. #OwnVoice-Texte, virtuelle Exkursionen, Inhalte zum Abbau von Stereotypen, Einladung diverser Redner).
  • Verbessern Sie digitale formative und summative Beurteilungen mit den oben genannten Tools (z. B. mit EdPuzzle für formative Beurteilungen oder Flipgrid für die Präsentation eines Abschlussprojekts). Variieren Sie diese Beurteilungen als Einzel- oder Gruppenarbeit oder als Crossover mit Sprach- und Wahlmöglichkeiten und nutzen Sie UDL- und ISTE-Standards, um Barrierefreiheit und Inklusion kontinuierlich zu unterstützen.

TRANSFORMATION NEU ERFINDEN

Die Pandemie hat uns gelehrt, uns nicht vor technologischen Fortschritten zu fürchten, sondern sie vielmehr als Möglichkeiten zu betrachten, wie wir unsere Schüler am besten unterstützen können. Eine kontinuierliche lernerzentrierte Gestaltung wird uns dabei helfen, auf den Fortschritten der Technologiegerechtigkeit aufzubauen, damit wir alle Lernenden durch Inklusion und Zugang zum Erfolg vereinen können. Wenn wir uns weiter für technische Chancengleichheit in einer digitalen oder persönlichen Klasse einsetzen wollen, müssen wir uns ständig diese Fragen stellen:

  • Was wissen meine Schüler? Welche Stärken kann ich ausbauen? 
  • Wie fördert die von mir eingesetzte Technologie einen gerechten Unterricht durch UDL, Barrierefreiheit und Inklusion?
  • Werden die Stimmen meiner Schüler gehört?

Es bleibt noch viel zu tun, denn wenn man jedem Kind ein Gerät in die Hand drückt und WLAN zur Verfügung stellt, kann man die digitale Kluft nicht überwinden, aber wir müssen Vertrauen in unsere Fähigkeit haben, die Ungleichheiten zu minimieren. Die Konzentration auf technische Chancengleichheit im virtuellen und persönlichen Unterricht stärkt die Fähigkeiten des 21. Wenn wir weiterhin mit Zuversicht, Kreativität und der Bereitschaft, Herausforderungen anzunehmen, voranschreiten, werden wir unseren Wandel fortsetzen, um das Wachstum aller unserer Schüler bestmöglich zu fördern.

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